Strom im Garten – was Sie beachten müssen

Im Sommer wird der Garten für viele zu einem zusätzlichen Wohnraum. Gemütliche Grillabende und entspanntes Sonnenbaden gehören einfach dazu. Am Wochenende versammelt sich in der grünen Oase oft die ganze Familie mit Freunden. Trendige Gartenmöbel und eine obligate Bepflanzung gehören einfach dazu. Genauso wie die entsprechenden Geräte für die Gartenpflege, ein Grill – und selbstverständlich auch Strom im Garten.

Ohne Strom im Garten geht nichts

Beim Strom im Garten müssen einige Regeln unbedingt beachtet werden, denn widrige Wetterverhältnisse und die Nässe können auch gefährlich sein. Eine Lösung, die perfekt funktioniert und auch garantiert sicher ist, ist die Verlegung von Stromkabeln unter der Erde. Dazu brauchen Sie aber nicht nur die nötige Ausrüstung, sondern auch ein bestimmtes Fachwissen. Die Energiesäule ist heutzutage in trendigen Gärten auch eine beliebte Alternative, die sowohl mit Funktionalität als auch Optik überzeugt. Wer also in seinem Gärtchen Strom hat bzw. haben möchte, sollte die nötigen Sicherheitsvorkehrungen auf jeden Fall treffen. Dann können Sie auch die Gerätesuche im Schuppen bei Kerzenschein vergessen, als auch den ungepflegten Gartenteich ohne elektrischer Pumpe für die nötige Wasserpflege. Auch das regelmäßige Rasenmähen wird somit zum Vergnügen und nicht mehr ein Sicherheitsrisiko.

Achtung: Der Garten gilt als Feuchtraum

Profis und Handwerker bezeichnen den Garten als Feuchtraum. Das bedeutet, dass bei der Installation besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Die Strominstallation muss nämlich Spritz- und Regenwasser aushalten. Und das Material muss besonders hochwertig sein, denn Strom und Wasser vertragen sich bekanntlich nicht so gut. Eindringende Nässe und Feuchtigkeit bedeuten nicht nur eine unmittelbare Lebensgefahr durch Stromschlag, sondern können auch die gesamte Elektroinstallation beschädigen. Es sollten also entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, dass es dazu nicht kommt – oder wenn schon, dass sich der betroffene Stromkreis umgehend abschaltet. 

Beachten Sie bei der Verlegung der Stromkabel, dass der Stromkreis während der gesamten Installationsphase spannungsfrei ist und es auch bleibt. Wer also über sicheren Strom im Garten verfügen möchte, sollte ein Zusammentreffen von Wasser und Strom unbedingt meiden. 

Nur geeignetes Material nutzen 

Die Verwendung von nicht sicherheitstechnisch zertifizierten und ungeeigneten Materialien kann sehr gefährlich sein. Schlussendlich kommt dazu auch eine unsachgemäße Handhabung von Elektrogeräten und Stromkabeln. Möchten Sie also Sicherheit im gesamten Gartenbereich gewährleisten, dann sollten Sie alle erwähnten Sicherheitsmaßnahmen unbedingt vornehmen. 

Egal ob zum Antrieb von elektrischen Geräten oder zur Beleuchtung – wer in seinem Garten mit Energie versorgt sein möchte, muss auf eine sichere Verlegung und auf geeignetes Material Wert legen. Es dürfen grundsätzlich nur diejenigen Kabel verlegt sein, die für diesen Zweck auch zugelassen sind. Das sind mit PVC isolierte Kunststoffkabel, die die Bezeichnung “Erdkabel” tragen (zum Beispiel NYY-O, NYCWY oder NYY-J). Weiterhin wird zwischen drei- und fünfpoligen Kabeln unterschieden, wobei die letzteren auch wie zwei einzelne bzw. selbstständige Kabelstränge verwendet werden können. 

Professionelle Verlegung gewährleistet Sicherheit

Für die Verlegung muss ein tiefer Graben geschaufelt werden (mindestens 60 cm tief) und mit einer 10 cm dicken Sandschicht eingefüllt werden. Das zu verlegende Kabel sollte beispielsweise mit einer Kabelabdeckhaube geschützt werden und in ein spezielles, individuell passendes Kabelschutzrohr verlegt sein. Das geschützte Kabel wird nun wieder mit einer Sandschicht bedeckt, wodurch gewährleistet wird, dass es auch gegen Erdbewegungen, Frost und unbeabsichtigtes Ausgraben mehrfach geschützt ist. 

Es empfiehlt sich auch, die Stelle mit einem entsprechenden PVC-Warnband aus dem Elektrofachhandel zu kennzeichnen, mit der Aufschrift “Achtung Erdkabel”. Achten Sie bei Verlegung einer Stromleitungen auch darauf, dass Sie zu anderen stromführenden Leitungen einen bestimmten Sicherheitsabstand einhalten, zum Beispiel 50 cm. Sämtliche Stromleitungen für den Außenbereich sollten im Sicherungskasten über einen separaten Stromautomaten laufen und damit abgesichert sein. 

Fehlerstromschutzschalter ist ein absolutes Muss

Wer in seinem Garten über Strom verfügt, der sollte dafür sorgen, dass ein Fehlerstromschutzschalter (auch als FI-Schalter bezeichnet) an der Elektroinstallation angebracht ist. Dieser Schalter misst den fließenden Strom und kann minimale Veränderungen in kürzester Zeit erkennen. Kommt es aus irgendwelchem Grund dazu, wird die Stromzufuhr sofort unterbrochen. Das ist sehr wichtig und kann sogar auch Leben retten – vor allem dann, wenn das unterirdische Kabel unbeabsichtigt beschädigt wird. Auch wenn Elektroinstallationen bzw. Stromleitungen schon bestehen, etwa für die Außenbeleuchtungen, sollten Sie einen FI-Schalter auf jeden Fall nachrüsten. Benötigen Sie in Ihrem Garten keine umfangreiche Stromversorgung, können Sie auch auf Niedervolttechnik bzw. LEDs zugreifen, wodurch Sie sich den FI-Schalter und das nötige Zubehör sparen können. 

Für den Außenbereich sind besondere Stromkabel erforderlich

Eine passende Beleuchtung im Garten ist von großer Bedeutung. Sie ist nicht nur eine Vorsichtsmaßnahme, sondern sorgt auch für ein angenehmes Ambiente. So kann die Rasenfläche auch nach dem nächtlichen Sommerfest sichtbar sein. Doch es ist wichtig dabei nicht nur auf den Stromverbrauch der Lampen zu achten, sondern auch auf die Stromversorgung. Wasserbeständige Erdkabel sind die einfachste Lösung und sie lassen sich sicher und unauffällig in einem Leerrohr verlegen. Sie können später das ursprüngliche Modell austauschen oder ein weiteres Kabel einziehen und auf diese Weise für mehr Strom im Garten sorgen. Wenn Sie die Gartenbeleuchtung nur zu besonderen Anlässen einsetzen möchten, ist es empfehlenswert entsprechende Gummikabel zu verwenden, die für den Außenbereich geeignet sind. Beim Verlegen der Kabel sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Stolperstellen bilden und dadurch keine Gefährdungen entstehen. 

Garten-Energiesäule als eine bessere Alternative zum Stromkabel

Die Garten-Energiesäule ist eine tolle Alternative für all diejenigen, die im eigenen Garten gerne Strom haben möchten, aber die Kabelverlegung als nicht genug sicher oder zu teuer empfinden. Sie ist nicht nur sehr praktisch, sondern dient auch als stylisches Element für den Garten. Was die Stromleistung angeht, steht der Garten-Energiesäule den herkömmlichen Erdkabeln funktional in nichts nach. Diese Energiesäule funktioniert hervorragend sowohl im Winter als auch im Sommer und ermöglicht ohne weiteres bequemes Rasenmähen, einen bedenkenlosen Betrieb des Gartengrills sowie sichere Beleuchtung. 

Energiesäulen sind aus einem geschlossenen Aluminium-Profil hergestellt. Sie sind bestückbar mit allen standardmäßigen Steckdosen und können dadurch mit vielen Steckdosen zum Anschluss von Elektrogeräten bestückt werden. Der stylische Stromlieferant wird durch einen entsprechenden Erdspieß und eine stilistisch und optisch überzeugende Fußplatte befestigt. Für diejenigen, die eher ein festes Fundament bevorzugen, besteht auch die Möglichkeit einen Betonsockel zu bauen und darauf die Säule anzubringen. Die Vorteile dieser Option sind offensichtlich, denn die Ummantelung bietet sichere Stromversorgung im Garten und eine flexible Nutzung im Außenbereich. 

Wer ein Gartenfest plant, sollte sich jedenfalls für eine Garten-Energiesäule entscheiden, denn diese Option der Stromversorgung ist auch optisch ein echtes Highlight. Auch im normalen Gartenalltag ist die Energiesäule optisch eine bessere Alternative als ein ellenlanges Verlängerungskabel oder eine Kabeltrommel. Für diese Option sprechen nicht nur optische Aspekte, sondern auch Sicherheitsaspekte. Die Energiesäule hat eine witterungs- und UV-beständige Oberfläche. Das heißt, dass die Garten-Energiesäule keine Gefahrenquelle sein kann, denn durch den Kontakt von Elektrizität und Feuchtigkeit wird in diesem Fall kein Kurzschluss verursacht. 

Einsatz von Niedervolttechnologie im Garten

Falls Sie für die Gartenbeleuchtung die sogenannte Niedervolttechnologie einsetzen möchten, dann ist es empfehlenswert auf die fast gefahrlose und stromsparende LED-Leuchten zurückzugreifen. Obwohl diese keine haushaltsübliche Stromspannung aufweisen, versorgen sie den Garten trotzdem mit genügend Licht. Wer den Strom bzw. die Beleuchtung nur an Weihnachten, Geburtstagen oder zu anderen bestimmten Anlässen braucht, für den sind oberirdisch verlegte Kabel, die an eine gängige Steckdose angeschlossen werden können, die bessere Lösung. Diese Form der Beleuchtung sollte jedenfalls dem Außenbereich angepasst werden und die Steckverbindungen sollten vor Wetter geschützt sein. Ein festlich geschmückter Außenbereich ist zwar ein Fest für die Augen, doch vor allem teure Weihnachtsbeleuchtungen können für hohe Stromkosten sorgen. Darum ist es wichtig hier auf Stromeffizienz zu achten und einen günstigen Stromtarif zu finden. 

Wer von Elektroinstallationen nicht viel versteht und handwerklich nicht besonders geschickt ist, sollte lieber einem Fachmann die ganze Arbeit überlassen. Man kann vom Strom im Garten nur dann langfristig einen Nutzen haben, wenn die Stromquelle kein Sicherheitsrisiko darstellt. Das ist von großer Bedeutung vor allem dann, wenn es sich um Starkstromleitungen handelt.